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Geh deinen Weg, zu sich selbst finden

Geh deinen Weg – in 6 einfachen Schritten zu sich selbst finden

Wie du deinen eigenen Weg im Leben findest.

“Bei mir klappt das nicht.”
“Egal wie sehr ich es versuche, ich sehe meinen Weg einfach nicht. Wahrscheinlich gibt es für mich einfach keinen. Vielleicht gibt es für mich gar keine Bestimmung, oder Berufung.” "Geh deinen Weg - das sagt sich so leicht, aber wie denn, wenn ich mich nicht entscheiden kann?"

So, oder so ähnlich klingt das oft, wenn sich Menschen bei mir melden, die gelesen oder gehört haben, dass sie ihre kostbare Lebenszeit nicht mit Dingen verschwenden sollen, die gar nicht zu ihren Werten und Vorhaben passen, geschweige denn zur eigenen Selbstfindung und Selbstverwirklichung beitragen. Stattdessen empfehle ich, sich schwerpunktmäßig auf das zu konzentrieren, was einem Glück und Erfüllung bringt - was dem eigenen Weg entspricht.

Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Was ist denn nun der eigene Weg und wie findest du deinen eigenen Weg? Darum geht es in diesem Beitrag, den du wieder als Blog, Video und Podcast nutzen kannst. 

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Es gibt Menschen, die stehen vor den zahlreichen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten und versuchen mit allen Mitteln, den richtigen zu identifizieren. Einen dieser Menschen kenne ich besonders gut. Ich sehe ihn jeden Morgen im Badezimmerspiegel.

Ich habe mich zwar mittlerweile entschieden und bin einige Schritte weiter - aber lange Zeit habe ich immer mehr Wissen angehäuft, immer mehr Bücher gelesen, immer mehr Seminare besucht und auf immer neue Art und Weisen versucht meinen Weg zu finden.

Unterm Strich habe ich meine Lebenszeit dann mit Suchen verbracht, statt einen dieser möglichen Wege tatsächlich zu gehen. 

Den eigenen Weg finden, bedeutet alle anderen nicht zu gehen


Wenn du dich für einen Weg entscheidest, schließt du alle anderen damit aus. Vielleicht kannst du den einen oder anderen davon ab und zu kreuzen, oder in den Hobbybereich verlegen - aber grundsätzlich heißt eine Entscheidung für eine Möglichkeit, auch immer eine Entscheidung gegen alle anderen.

Genau das ist für viele Menschen das Problem, und eine lange Zeit war das auch mein Problem. Es ist letztlich die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, die man dann in alle Ewigkeit bereuen wird. Vielleicht wäre die andere Option doch die bessere gewesen? Möglicherweise erweist sich dieser Weg als Sackgasse? Oder ich komme vom Regen in die Traufe - schließlich gibt es keine perfekten Lösungen, oder?

Wenn du dich für eine Partnerin / einen Partner entscheidest, weißt du nie, ob jemand anders vielleicht noch besser für dich geeignet gewesen wäre. Vielleicht erweist sich deine Wahl gar nicht als Seelenverwandtschaft, sondern als steter Energieräuber, der deine Träume systematisch sabotiert - wer weiß?

Oder deine berufliche Entscheidung entpuppt sich als tragischer Irrtum. Es handelt sich gar nicht um deinen Traumjob. Dafür brechen die Schattenseiten dieses Berufes immer mehr durch und drängen mit Macht in dein Bewusstsein - dort wo du diese Schattenseiten am Anfang ausgeblendet hast.

Geh deinen Weg - zu sich selbst finden

Die Wahrheit ist - jede Entscheidung ist alles was ist


Das klingt jetzt spiritueller, als es gemeint ist. Es bedeutet einfach: Du wirst nie erfahren, was gewesen wäre, wenn du dich anders entschieden hättest. Und noch schlimmer: Du wirst nie erfahren, was du hättest erreichen können, solange du dich nicht für irgendeine Option entscheidest.

Das Geheimnis deines Erfolgs bei der Suche nach deinem Weg, liegt darin einen auszuwählen und ihn zu gehen. Vielleicht erweist sich dieser Weg als Sackgasse. Aber selbst dann könnte es sich, auf lange Sicht, als ein wichtiger Umweg erweisen. Möglicherweise lernst du etwas dabei, das du später brauchen wirst, wenn es auf die Zielgerade geht, oder du lernst jemanden kennen, mit dem du den richtigen Weg gemeinsam gehen kannst, oder das Ganze hilft dir sonst wie weiter.

Aber genauso gut kann es sein, dass dich der gewählte Weg jetzt glücklich macht und sich richtig anfühlt, aber in 10 oder 20 Jahren nicht mehr.

Das kann alles sein - aber du wirst es nur erfahren, wenn du losgehst. Solange du darauf wartest, dass du auf irgendeinem Weg erleuchtet wirst und der richtige Weg plötzlich, wie durch Geisterhand, klar und deutlich vor dir liegt, mit Routenplaner und genauer Betriebsanleitung für dein Leben - dann wartest du unter Umständen bis zum Sankt Nimmerleinstag.

Wie du deinen Weg findest und auch gehen kannst


In seltenen Ausnahmefällen finden Menschen sehr früh und schnell diesen einzigen, für sie bestimmten, Weg und können sich auf ihn konzentrieren. Tatsächlich gäbe es auch für diese Menschen noch zahllose Alternativen, aber der Wunsch diesen Weg zu gehen und das nötige Talent dafür sind dann oft so dominierend, dass die anderen Möglichkeiten ausgeblendet werden.

Mehrheitlich liegt der Fall aber anders. Die meisten Menschen, inklusive meiner Wenigkeit, haben keine so eindeutigen Vorgaben und Veranlagungen. Sie sind eher vielseitig begabt, ohne in irgendeinem Bereich zum Genie zu mutieren.

Es kann sich alles Mögliche aus ihren Anlagen und Neigungen ergeben. Leidenschaft kann für einige Wege entwickelt werden und es handelt sich dann eher um Freude, wenn man der entsprechenden Tätigkeit nachgeht, als dass es sich wie eine Bestimmung anfühlt, der man jetzt um jeden Preis folgen muss.

Wenn du zu diesen Menschen gehörst, dann hast du mehrere Optionen, für die du dich entscheiden kannst. Auswahl klingt zunächst super - wenn da nicht die Angst vor einer Fehlentscheidung wäre. Was wenn du die falsche Wahl triffst?

Folge deinem Herzen, heißt es. Aber was, wenn es dich heute in die eine Richtung und morgen in eine andere zieht? Heißt das, es gibt keinen eindeutigen Weg für dich - keine Bestimmung - keine Berufung?

Ich persönlich glaube, dass sich unser Weg aus den Dingen zusammensetzt, die wir mit auf unseren Lebensweg bekommen haben. Talente, Neigungen, Veranlagungen, plus das was wir von unserem Umfeld übernommen haben, plus das, was wir uns an Fähigkeiten und Kenntnissen angeeignet haben. Daraus basteln wir unseren individuellen Lebensweg.

Bestimmung oder Berufung nennen wir es dann meist, während wir das Ganze im Rückspiegel betrachten, wenn es sich als guter Weg erwiesen hat.

Heißt das, wir können uns wahllos etwas aussuchen und alles wird passen?
Nein, nicht ganz, aber so ähnlich.

In Wirklichkeit gibt es fast immer einen oder zwei Favoriten, wenn wir ehrlich sind. Wenn wir eine Münze werfen würden, wäre das die Option, die wir uns als Ergebnis erhoffen - ein bisschen mehr, als die anderen Möglichkeiten. 

Eigene Wege gehen

6 Schritte zu deinem individuell passenden Weg


  1. Verschaffe dir einen Überblick.
    Schreib alle Optionen auf, die du hast. Also alles, was du dir als deinen Weg vorstellen kannst. Betrachte diese Optionen zunächst ohne sie zu bewerten. Lass sie auf dich wirken. Höre und spüre in dich hinein - zu welchen Möglichkeiten zieht es dich am meisten hin?
  2. Sei absolut ehrlich mit dir selbst.
    Gestehe dir ein, dass du tief in dir drin weißt, was du willst oder wozu du tendierst - zumindest jetzt im Moment. Du weißt es, aber da ist dein Ego, deine Vernunft, die dir sagt, warum genau diese Möglichkeit nicht klappen kann, und was alles passieren kann, wenn du das angehst.
    Was würdest du wählen, wenn du nicht scheitern könntest? Wenn du eine Garantie hättest, dass deine Wahl auf jeden Fall zu Glück, Erfolg und Erfüllung führen würde - für welche würdest du dich entscheiden?
  3. Der Blick von außen.
    Zeig deine Liste einem guten Freund / einer guten Freundin deines Vertrauens. Frage nach deren Meinung und Einschätzung. So wie sie dich kennen, mit allen Stärken und Schwächen - welche Option halten sie für die richtige?
    Betrachte deren Rat als zusätzliches Mosaiksteinchen, das dein eigenes Bild ergänzt und vervollständigt. Es geht nicht darum, die Erwartungen anderer zu erfüllen, nur darum, ein umfassenderes Bild von sich selbst zu erhalten.
  4. Die Auswahl einschränken.
    Deine ernsthaften Vorhaben sollten sich nun schon auf einige Wenige verringert haben. Vielleicht hast du dich sogar schon entschieden. Wenn nicht, wähle jetzt zwei, maximal drei Optionen aus, die in die engere Wahl kommen.
    Frage dich bei jeder Option, was dich davon abhält genau diese Option auszuwählen. Frage dich danach, was dafür spricht und warum du genau diese Option gerne wählen würdest.
    Schreibe so lange bis keine Impulse mehr kommen - die besten Erkenntnisse liegen unter der Oberfläche und man muss ein wenig tiefer graben, um sie freizulegen.
  5. Gib dir Zeit und lass sich alles in Ruhe entfalten.
    Schau dir an, was du alles zusammengetragen hast. Lass es auf dich wirken. Schlafe eine Nacht darüber. Manchmal kann es auch sein, dass du es ein paar Tage lang ruhen lassen willst. Nimm dir Zeit, aber achte darauf, dass du in dieser Zeit keinen neuen Impulsen nachgibst und wieder neuen Trends hinterher jagst. Lass dein Unterbewusstsein alle Puzzleteile zusammensetzen.
  6. Die Stunde der Wahrheit.
    Vielleicht hast du jetzt schon eine klare Vorstellung in welche Richtung du marschieren willst. Wenn nicht, ist es vielleicht nur ein vages Gefühl. Egal - Triff eine Entscheidung und mach mit dir selbst einen Deal. Egal was passiert - mindestens für ein Jahr gehst du diesen Weg und sammelst Erfahrungen. Lass dich vollkommen darauf ein. Kein Zögern. Kein Hinterfragen, ob es vielleicht doch anders besser gewesen wäre. Kein Schielen auf sonstige Möglichkeiten. Zieh durch und schaue was passiert. Sei vorbereitet - unsere Zweifel sind hartnäckige Gesellen. Sie werden immer mal wieder auftauchen und uns verunsichern - aber Deal ist Deal - ein Jahr lang ziehst du mindestens durch. Danach ist Zeit für eine neue Analyse - vorher nimmst du Zweifel wohlwollend zur Kenntnis, gibst ihnen aber nicht nach. Basta.

Vielleicht brauchst du nach einem Jahr einen neuen Versuch. Vielleicht stellst du fest, dass deine Erwartungen falsch waren. Wer weiß? Wahrscheinlich ist das nicht. Schließlich hast du schon vorausgewählt und in dich hinein gefühlt. Die Chance, dass du komplett falsch liegst ist also äußerst gering.

Dafür ist die Chance, dass sich deine Bedenken als substanzlos erweisen, sehr hoch. Viele Probleme, die du erwartet hast, werden sich gar nicht ergeben - dafür werden andere erscheinen. Du wirst immer klarer werden bei dem, was du willst und nicht willst. 

Ruf dir dabei immer wieder in Erinnerung, dass sich dieses klare Bild nur ergeben kann, wenn du losgehst, im Vertrauen, dass sich der endgültige Weg unter deine Füße legen wird. Wenn du noch ewig weiter meditierst, in dich hinein spürst und Argumente dafür oder dagegen wälzt, dann passiert gar nichts. Du stehst in ein paar Jahren immer noch am selben Fleck und hirnst darüber, was wohl dein Weg im Leben sein wird. Bei nicht wenigen Menschen endet dieses Leben, bevor sie eine Antwort finden.

Sorg dafür, dass dir das nicht passiert. Analysiere, fühle, spüre und bedenke, welche Möglichkeiten du nutzen willst, entscheide dich und dann geh los und schau was passiert. Dein Weg wird sich dann immer klarer aus dem Nebel herausschälen. Viel Erfolg dabei.

Alles Gute und
bis bald
dein
Gerd Ziegler 

About the Author Gerd Ziegler

Gerd Ziegler hat Betriebswirtschaft studiert und seinen Master in Business-Administration (MBA) an der Business-School der University of East-London abgelegt. Er ist seit 1999 selbständig und unterstützt Unternehmer und solche die es werden wollen dabei, ihr Leben und ihr Business mit Freude und größtmöglicher Freiheit zu gestalten. Hier gibt es Infos zu den bisher erschienenen Büchern: Bücher von Gerd Ziegler

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2 comments
Gunter Hagen Hagen says 31. Oktober 2020

Wirklich sehr gut

Reply
    Gerd Ziegler says 31. Oktober 2020

    Vielen Dank fürs Feedback.

    Reply
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