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Von Konsumenten und Produzenten

Von Konsumenten und Produzenten

Bequemlichkeit trennt Konsumenten von Produzenten
- sie macht die einen abhängig und die anderen reich.

Daran ist zunächst ansich noch nichts Schlimmes - wer macht sich schon gern unnötig Arbeit - aber ein Blick aus einer anderen Perspektive lohnt sich - denn während die Mehrheit immer bequemer und abhängiger wird, profitiert die Minderheit der Systembesitzer überdimensional - die gute Nachricht ist, Du kannst entscheiden, zu welcher Gruppe Du gehören willst ... darum geht es in diesem Beitrag.

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Das Leben kann so einfach sein.
Ein guter Job, der reichlich Kohle bringt und den man nach dem Abstempeln in der Firma lassen kann. Danach ganz befreit den Abflug in ein Leben machen, in dem alles für einen geregelt ist.

Daheim wartet selbst im Winter eine gut geheizte “Höhle” auf uns. Der Kühl- und Gefrierschrank hält unsere Vorräte frisch und wenn wir die grade nicht verbrauchen wollen, stehen Dutzende von Anbietern bereit uns Pizza, Döner, Fast-Food oder sonstige Speisen direkt ins Haus zu liefern.

Selbst wenn wir uns entschließen das Essen selbst zu holen - was bei uns auf dem Land dramatisch schneller geht als es bringen zu lassen - brauchen wir teilweise das Auto nicht zu verlassen.

Alle Waren und Dienstleistungen können auch rund um die Uhr online bestellt werden und sie werden - teilweise schon am nächsten Tag - frei Haus geliefert. Ist das nicht schön.

Wer Unterhaltung will, braucht nicht mehr ins Kino oder Theater gehen - dafür hat man heute sein Heimkino-System mit Riesenbildschirm und Dolby Surround, Subwoofer, kombiniert mit einem Pay-TV-Abo, das einem Zugang zu allen Arten von Unterhaltung liefert. 

Diese Bequemlichkeit trennt Produzenten und Konsumenten

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Was braucht es alles, damit wir diese Annehmlichkeiten in Anspruch nehmen können? Menschen, die sich immer mehr in diese passive Rolle drängen lassen - mit großer Bereitschaft versteht sich - und Anbieter, welche die Systeme dazu bereitstellen, zusammen mit den Menschen, die in diesen Systemen arbeiten.

Letztere überschneiden sich natürlich mit den Konsumenten. Das bedeutet die Mehrheit der Menschen ist einen Teil ihrer Zeit damit beschäftigt, die Systeme am Laufen zu halten, den anderen Teil ihrer Zeit damit, diese Systeme passiv zu nutzen. 

Lediglich der kleine Prozentsatz der Menschen, der die Systeme erschafft und besitzt, entzieht sich diesem Spiel. Mag sein, dass diese Menschen auch mal die Vorzüge des passiven Konsums genießen, aber sie sehen dieses Spiel aus einer völlig anderen Perspektive.

Für sie ist die wachsende Bequemlichkeit der Anderen eine Möglichkeit Einkommensströme in die eigene Richtung zu lenken. Selbst Geld, dass sie für die Erledigung der nötigen Arbeiten bezahlen, kommt so direkt wieder zu ihnen zurück, denn nach erledigter Arbeit frönen die Mitarbeiter wieder dem Konsum der angebotenen Güter und Dienstleistungen.

Ich überzeichne hier bewusst, um den Unterschied herauszustellen. Alle Umverteilungsphantasien scheitern über kurz oder lang an genau dieser Tatsache. Die Fließrichtung des Geldes geht immer in Richtung der Systembesitzer und Systemerschaffer.

Die leben zunächst unbequemer. Sie hinterfragen Dinge, analysieren Umstände und erschaffen Neues. Das ist zunächst anstrengend und erfordert eigenständige Denkansätze. Aber sobald die Systeme funktionieren, kehrt sich das Spiel um und die Systeme verdienen das Geld, nicht mehr der Mensch, der sie erdacht hat.

Restaurant oder Lizenzunternehmen?

Der Inhaber einer Pizzeria, der selbst tagtäglich am Backofen steht und seine Gäste bedient, unterscheidet sich vielleicht - und hoffentlich - etwas in der Einkommenshöhe von seinen Gästen. Sonst eigentlich nicht. Die tägliche Arbeit fällt immer wieder an, gefolgt von der danach dringend nötigen, meist passiven Erholung.

Wer seine Pizzeria von Anfang an mit einem klaren Unterscheidungsmerkmal und einem schlüssigen Konzept versieht, sich Partner sucht, die dieses Konzept gegen Gebühr und/oder Beteiligung für ihn umsetzen, der hat es am Anfang sicher schwerer und härter, als der Pizzabäcker. Aber wenn das erschaffene System ins Laufen kommt, ist dessen Wachstum von seinem Gründer unabhängig, genau wie die Einkommensströme unabhängig von seiner Arbeit sein können. 

Warum mehr tun als notwendig?

Wenn Du schon erfolgreicher Unternehmer bist, schüttelst Du jetzt vielleicht den Kopf, weil Du dich über die Frage wunderst. Du weißt, dass sich die Beschränkung auf das Notwendige kein Unternehmen mehr leisten kann.

Aber trotzdem - warum solltest Du generell mehr tun, als notwendig ist?

Der Mensch ist grundsätzlich aufs Energie sparen programmiert. Wenn das Mammut oder das Wild früher erlegt war, war erst mal Schicht im Schacht. Schließlich wussten unsere Vorfahren nicht, wann sie alle Kraftreserven zur Flucht, oder zur Bekämpfung von Gefahren brauchten.

Weder für Jogging noch Yoga oder Fußball konnten sich die Höhlenbewohner damals erwärmen - und hätte es nicht damals schon einige Wenige gegeben, die etwas mehr wollten, würden wir heute noch den Großteil unserer Zeit von Höhle zu Höhle ziehen.

Heute sind die Höhlen aus Stein und Beton, bequem eingerichtet und das Essen muss nicht mehr gejagt werden. Es kommt frei Haus und fertig zubereitet, oder es steht zumindest ganz in der Nähe für uns bereit.

Geblieben ist aber diese unbewusste Frage: Warum mehr tun als notwendig? Warum überhaupt etwas tun?

Ohne guten Grund bleiben wir im Energiesparmodus. Was für unsere Vorfahren aber ein sinnvolles Verhalten war, das dem Überleben diente, macht aus uns heute einen passiven Konsumenten.

Es ist nicht unbedingt nötig, sich selbst etwas einfallen zu lassen - es geht auch, wenn wir die Ideen anderer umsetzen. Es ist vielleicht nicht so befriedigend und erfüllend, aber auch nicht so anstrengend und riskant.

Es ist nicht notwendig, mehr zu leisten als gefordert wird - solange die anderen ebenfalls nicht mehr machen, reicht das vollkommen.

Es ist nicht notwendig, sein Leben, seine Existenz, oder seinen guten Ruf für etwas aufs Spiel zu setzen, nur weil man es für richtig hält. Andere können das für einen tun. Die sollen dafür sorgen, dass es mir gut geht.

Der Staat kümmert sich um die Menschen - es ist nicht notwendig, eigene Bemühungen zu starten - es wird schon irgendwie für mich gesorgt werden. Die Älteren unter uns wissen es vielleicht noch, wie fragil so ein Staatssystem sein kann und wie schnell es in sich zusammenfällt, wenn die Grundlagen nicht mehr stimmen.

Die meisten derer, die hier in Westeuropa aufgewachsen sind, wissen das nicht mehr. Jede Generation glaubt mehr an den fürsorglichen Staat und die funktionierende Wirtschaft, die sie versorgen. Und die meisten Politiker und Unternehmer halten diese Illusion aufrecht - liefert sie ihnen doch willige Arbeitskräfte, die alles am Laufen halten.

Okay - das ist überspitzt dargestellt - selbstverständlich leben viele freiwillig und sehr angenehm, ohne dass sie Unternehmer, oder Investoren werden müssen. Mir geht es nur um den Denkansatz, der zwischen den beiden ungleich großen Gruppen liegt.

Wir sind alle immer mal wieder Konsumenten - und es ist manchmal sowohl nötig, wie auch angenehm, einfach passiv zu bleiben, nichts zu tun und sich von irgendeinem Blödsinn im Fernsehen berieseln zu lassen.

Wenn das aber zur Regel wird, kannst Du Dir große Träume und Ziele abschminken. Es ist unheimlich schwer sich aus diesem bequemen Kreislauf aus gedacht und gelebt werdens zu befreien. Wie eine süße Droge lullt Dich dieses Verhalten ein und zieht Dich mit sich - irgendwann wirst Du handeln - aber jetzt erst Mal Facebook durchstöbern, die neue Serie auf Netflix schauen, oder den neuen Tatort im Fernsehen verfolgen.

Die Dosis macht das Gift. Gezielt Fernseh schauen oder auf Facebook den neuesten Skandal diskutieren - kein Problem - wenn es Deinen Tag bestimmt, dann mach Dir klar, was Du willst. Reiner Konsument bleiben, und passiv nehmen was Du bekommst - oder Produzent werden und von der Bequemlichkeit der Anderen profitieren? Du hast die Wahl - auch wenn es nicht immer bequem ist.

Ich wünsch Dir viel Erfolg und Klarheit bei der Gestaltung Deiner Umstände.

Alles Gute und
bis bald
Dein
Gerd Ziegler

About the Author Gerd Ziegler

Gerd Ziegler hat Betriebswirtschaft studiert und seinen Master in Business-Administration (MBA) an der Business-School der University of East-London abgelegt. Er ist seit 1999 selbständig und unterstützt Unternehmer und solche die es werden wollen dabei, ihr Leben und ihr Business mit Freude und größtmöglicher Freiheit zu gestalten. Hier gibt es Infos zu den bisher erschienenen Büchern: Bücher von Gerd Ziegler

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