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Selbstvertrauen aufbauen

Ich bin so wie ich bin – Basta!

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sind die Basis für persönlichen Erfolg. Soweit würde das so gut wie Jeder unterschreiben. Aber auf was basieren Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen? In diesem Beitrag erzähle ich vordergründig etwas von mir, aber eigentlich geht es um Dich und Deine Träume und Vorhaben. Besser gesagt um die Gründe die verhindern, dass Du sie verwirklichst.

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Wenn man die meisten Menschen fragt ob Sie weiter das Gleiche tun würden wie jetzt, wenn Geld keine Rolle mehr spielen würde, antworten Sie mit einem klaren „ist das Dein Ernst? – Natürlich nicht.“

Wenn man dann nachfragt, warum sie das dann nicht ändern, kommen ganz klare und logisch nachvollziehbare Gründe: zu klein – zu groß – zu arm – zu ungebildet – nicht die richtigen Eltern – zu große Nase – zu dick – zu dünn – die Zeit ist ungünstig (irgendeine Krise rettet einen ja immer) – man muss an die Kinder und die Familie denken – die Anderen sagen auch, das geht nicht.

Das eine ist unser Kopfkino und was es uns einflüstert, was wir alles aus irgendeinem Grund nicht können. Das andere sind die mehr oder weniger wohlmeinenden Menschen in unserem Umfeld. Sei vernünftig, das geht so nicht – das kannst Du nicht – dafür bist Du dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu krank, zu ungebildet etc. Such Dir etwas, für Dich passendes, heraus.

Wer sich zeigt, macht sich angreifbar - dafür braucht es Mut

Ich möchte Dir ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Seit ich mich online zeige und von immer mehr Leuten in Videos gesehen werde, bekomme ich sehr viel positives Feedback von Menschen denen die Beiträge gefallen, welche die ganze Idee gut finden und ihren Nutzen daraus ziehen. Aber es sind auch immer wieder Kommentare dabei, die beziehen sich auf mein Äußeres, und dass das doch nicht glaubwürdig wäre über Erfolg und Traumleben zu sprechen, wenn man so aussieht. Da geht es dann wahlweise um die falsche Kleidung, oder mein Übergewicht, das mal mehr, mal weniger sichtbar war - je nach aktuellem Gewichtsstand über die Jahre.

Schließlich habe ich seit frühester Kindheit immer wieder gewichtstechnische Achterbahnfahrten hinter mir - war mehrmals schlank, dann wieder dick. Diese Reaktionen waren und sind mir also nicht neu. Und ich weiß zu 100 %, dass ich in den schlanken Phasen nicht erfolgreicher und in den dicken Phasen nicht weniger erfolgreich bin und war. Es hat schlicht und ergreifend, das eine mit dem anderen nichts zu tun. Trotzdem wird diese gedankliche Verbindung hergestellt. Warum ist das so?

Zu viel auf den Rippen zu haben, ist ein deutliches Zeichen, dass wir einen Teil unseres Lebens nicht optimal gestaltet haben. Das lasse ich als Argument gelten, und es ist eines, das nach außen gut sichtbar ist. Wir Menschen neigen dazu, diese Tatsache dann auf alle anderen Bereiche zu projizieren. Unser Denken spielt uns da einen Streich.

Dabei ist das natürlich völliger Unsinn. Ich habe Gesundheitsprediger erlebt, die in der Pause ihrer Vorträge draußen standen und rauchten. Genauso habe ich Menschen gesehen, die davon leben, anderen mentale Stärke und Kräfte zu vermitteln, die rauchen, oder sonstige Probleme in ihren Lebensbereichen hatten. Oder Extremsportler, die so viel Disziplin und mentale Kraft aufbringen größte Strapazen zu überwinden, aber nicht von bestimmten Süchten weg kommen.

Da würde doch auch kaum einer auf die Idee kommen und sagen, Du hast da diese Schwäche, also kannst Du nicht erfolgreich sein. Oder: Du rauchst, also spreche ich Dir Deine Kompetenz als Mentaltrainer ab, oder ähnliches. Das wäre ja auch vollkommener Quatsch. Also warum tun wir es bei anderen Äußerlichkeiten?

Wenige Menschen reden offen mit Dir über Deinen Mangel an Perfektion, egal auf was er sich auch beziehen mag. Du bist nicht perfekt, ich bin nicht perfekt und tatsächlich ist kein einziger Mensch perfekt. Nur wenige Menschen sprechen Dich deshalb offen darauf an, was sie von Dir denken. Wenn es jemand dann tut, sollten wir die Chance ergreifen um zu ergründen, was genau den anderen an uns stört. Ich hatte meinen AHA-Effekt, als ich mit einer Bekannten und meinem Hund spazieren ging. Wir unterhielten uns über dieses Thema und sie meinte:

„Dass Du dich das traust. Klappt das denn – so in der Öffentlichkeit – kriegst Du da nicht auch Kritik?“, und ich erwiderte: „Was stört Dich denn daran? Warum sollte mich Kritik zurückhalten?“ Und sie sagte einen Satz, der den Vorhang bei mir fallen ließ: „Ich bin ja weiß Gott auch nicht perfekt, aber ich geh auch auf keine Bühne und vor keine Kamera. Ich würde mich das nie trauen.“

„Das heißt“, sagte ich, „wenn Du dir dieses Recht nicht nimmst, trotz fehlender Perfektion das zu tun, was Du gerne tun würdest, darf ich das auch nicht?“ Sie dachte kurz nach und sagte nichts mehr.

Warum Dich Menschen angreifen

Wenn andere Menschen uns unsachlich kritisieren – und ich spreche ausdrücklich nicht von konstruktiver, in der Sache liegender Kritik – dann geht es selten um uns, sondern meist um den Kritiker. Ich habe bisher zwei Sorten kennengelernt. Die einen, zu denen meine Bekannte gehört, sagen: „Ich traue mich das nicht, also darf der das auch nicht.“ Und wenn es dann doch einer tut, sagen Sie: „Pah – sooo hätte ich das auch gekonnt.“

Die andere Gruppe sind die durchtrainierten Supersportler, die mit gesunder Ernährung und massenweise Bewegung und Aktivität durchs Leben jumpen. Oder die Glückskinder, die mit allem Erfolg zu haben scheinen, egal was sie anpacken. 

Diejenigen innerhalb dieser Gruppe, die das alles aus Freude und Spaß an der Sache machen, haben selten Probleme mit Menschen, die das nicht so eng sehen mit dem Körperkult und gewissen Nachlässigkeiten. Sie können das locker tolerieren und wissen, dass Menschen nun mal unterschiedliche Lebenskonzepte haben.

Aber es gibt in dieser Gruppe auch viele Personen, die sind angstmotiviert. Die haben tief in sich drin, auch so einen kleinen Dicken und Faulen, der ihnen morgens schon ins Ohr flüstert: „Entspann Dich – mach heute mal einfach einen lockeren Tag – Ruh Dich aus – ess mal wieder von Mutters Hausgemachtem – hmm, gönn Dir doch mal wieder ein Stück Torte.“

Und sie hassen diesen kleinen Dicken, ja sie haben sogar panische Angst vor ihm. Und jeder Mensch der es trotz nicht perfekter Körpermaße schafft, gibt diesem kleinen Dicken in ihnen Futter und stärkt seine Position. Das sind dann die Leute, die einen fast schon anfeinden, wenn man sich traut, trotz dieser imperfekten Erscheinung nach vorne zu treten.

Der langen Rede kurzer Sinn – die wichtigste Erkenntnis war für mich nicht, dass diese Menschen mit sich selbst zu kämpfen haben – die wichtigste Erkenntnis war für mich, dass es bei dieser Kritik meist gar nicht um mich geht. Und dass ich mich dadurch nicht von meinem Weg abbringen lassen darf.

Ich bin wie ich bin – so wie ich vor Dir stehe bin ich – basta. Take it or leave it – das was Du hier vorfindest ist zu 100 % mein Text, meine Gedanken, mein Erscheinungsbild – es gibt keinen anderen. Punkt. Ende der Diskussion.

Und wie gesagt, es geht in diesem Beitrag nur in dem Sinne um mich, als ich Dir ein Beispiel geben möchte, wie das laufen kann. In Wirklichkeit geht es in diesem Beitrag um Dich. Wenn Du es ernst meinst, mit Deinem Traumleben, wenn Du aufhören willst Dich klein zu machen und Du wirklich nach Deinen eigenen Vorstellungen leben willst, dann brauchst Du dabei einen einzigen Menschen, der Dich uneingeschränkt liebt und zu Dir steht – einen einzigen. Und den siehst Du jeden Morgen, wenn Du vor dem Spiegel stehst.

Dieser Typ ist entweder Dein bester Freund / Deine beste Freundin, die sagt: „Ich bin wie ich bin und ich nehme mich so an, wie ich bin, vielleicht sogar: Ich liebe mich, so wie ich bin“, oder Dein größter Feind, der nicht aufhört an Dir herum zu mäkeln und Fehler zu suchen.

Bitte nicht falsch verstehen, das heißt nicht, dass wir nicht weiter nach Verbesserung streben sollen, ganz im Gegenteil – es gibt immer Möglichkeiten zu wachsen, zu lernen und eben auch körperlich positive Veränderungen herbeizuführen – aber eben dann, wenn es DIR wichtig ist, nicht weil es andere stört. Und das bedeutet, Du kannst Dich im Moment trotzdem so annehmen wie Du bist, und dann auf einer positiven Basis Veränderungen vornehmen.

Egal wie Du also aussiehst, egal wie viele Fehler Du glaubst, zu haben, egal von was Du alles denkst, es nicht zu können – klopfe Dir selbst mal kräftig auf die Schulter und sage Dir: „Ich bin der oder die Beste, die ich grade sein kann und ich bin stolz auf mich.“

Es ist eminent wichtig, diese Lektion umzusetzen, sonst werden sich immer wieder Gründe und Gelegenheiten ergeben, die Dich von Deinen Vorhaben abhalten. Du musst nicht aussehen wie Brad Pitt oder Jennifer Lopez um ein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Und Du brauchst auch kein Einstein zu sein. Finde einfach heraus was Du willst, finde heraus was nötig ist um es zu bekommen und dann finde einen Weg es umzusetzen. Und lass Dir nie wieder von irgendjemand einreden, das ginge nicht, weil Du nicht perfekt bist. Wenn nur die perfekten Menschen handeln würden, wären wir schon lange untergegangen. 

Nutze die Talente die du hast. Die Wälder wären still,
wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
Henry van Dyke

Dem ist nichts hinzuzufügen 😉 Sing Dein Lied und beginne JETZT damit. Viel Erfolg dabei.

Alles Gute und
bis bald
Dein
Gerd Ziegler

About the Author Gerd Ziegler

Gerd Ziegler hat Betriebswirtschaft studiert und seinen Master in Business-Administration (MBA) an der Business-School der University of East-London abgelegt. Er ist seit 1999 selbständig und unterstützt Unternehmer und solche die es werden wollen dabei, ihr Leben und ihr Business mit Freude und größtmöglicher Freiheit zu gestalten. Hier gibt es Infos zu den bisher erschienenen Büchern: Bücher von Gerd Ziegler

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