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Ganzheit und Selbstverwirklichung

Die ewige Suche nach Ganzheit und Erfüllung

Es fehlt etwas. Irgendetwas.
Es ist als warte ich auf ein bestimmtes Ereignis, auf eine entscheidende Begegnung, einen Impuls, auf irgendjemand, der meinem Leben eine Wendung gibt.

Dieses Gefühl der Unvollkommenheit begleitet viele Menschen. Es ist, als würde etwas fehlen, das einen ganz macht.

Vielleicht kommen Dir diese Zeilen seltsam vor, und Du kannst damit nichts anfangen. Dann kannst Du dir das weiterlesen sparen. Entweder hast Du dann schon Deinen Weg im Leben gefunden, der Dich ausfüllt, oder es kümmert Dich noch nicht.

In beiden Fällen, wird Dir dieser Beitrag maximal einen kleinen Einblick in eine Dir fremde Welt bringen - aber immerhin 😉 

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Die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und Ganzheit

Wir leben in einer dualen Welt. Es gibt hell und dunkel, gut und böse, dick und dünn, gläubig und ungläubig, Mann und Frau, Yin und Yang und viele Gegensätze mehr.

Wir Menschen nehmen diese Gegensätze gerne als etwas an, das außerhalb von uns abläuft. Etwas, dem wir uns zugehörig fühlen, oder das wir bekämpfen wollen. Den meisten Dingen stehen wir eher neutral gegenüber.

Tatsächlich bestehen diese Gegensätze aber nicht nur im Außen, sondern auch in unserem Inneren. Wir sind nicht nur gut und auch nicht nur böse. Der wohltätigste Mensch auf dieser Erde hat auch seine dunklen Seiten, und der Massenmörder kann gleichzeitig ein liebender Familienvater sein.

Natürlich sind die Anteile an Gut und Böse sehr unterschiedlich gewichtet, aber alles ist in jedem angelegt. In manchen Menschen sind bestimmte Dinge in so geringem Maße angelegt, dass sie gar nicht zum Vorschein kommen - aber schickt man diesen Menschen in Extremsituationen, können auch die verborgensten Eigenschaften hervortreten.

Der Großvater eines Bekannten hat, wenn wir über dieses Thema sprachen, gerne von friedliebenden, freundlichen Menschen berichtet, die im Krieg zu wahren Monstern mutierten. 

Ganzheit und Selbstverwirklichung

Diese Zerrissenheit beschränkt sich aber keineswegs nur auf die großen Bereiche unseres Lebens. Oft entsprechen wir einfach nicht unserem Selbstbild. Wir sehen uns als zuverlässigen Freund, erfolgreichen Geschäftsmann oder -frau, als loyale Kollegin, als ehrlicher Zeitgenosse, oder als liebender, treuer Partner.

Aber nicht selten kommen wir in Situationen, in denen wir diesem Idealbild von uns selbst nicht entsprechen. Wir machen Fehler, verraten unsere Werte und im Extremfall unsere Freunde und Partner. Und sei es nur, weil wir schlecht über sie reden, oder lästern. 

Mach mich ganz - aber lass mich so wie ich bin

Die Sehnsucht nach Ganzheit bleibt. Spirituelle Menschen führen das auf unseren Ursprung zurück. Sie glauben, dort wo wir herkommen, gibt es keine Gegensätze, weil wir sie in uns vereinen. Und sie glauben, dorthin gehen wir auch wieder zurück.

Andere glauben, dass wir dort schon sind, es nur nicht mehr erkennen. Wir vereinen jetzt schon alle Gegensätze in uns, genau wie alles andere auch die Basis von allem in sich trägt. Wir nehmen es nur nicht wahr, weil wir uns getrennt von allem anderen sehen.

Genau wie jeder andere Mensch auch, habe ich hier keine endgültige Antwort anzubieten. Aber die Sache lässt sich auch angehen, ohne sich auf die spirituelle Welt alleine zu beschränken.

Auch mit ganz irdischen Mitteln kann man sich dem Thema annähern. Die Zerrissenheit und das Gefühl der Unvollständigkeit verstärkt sich, je weiter wir uns von dem entfernen, was unseren tatsächlichen Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Wenn ich persönliche Freiheit als einen meiner wichtigsten Werte betrachte, und mich dann trotzdem jeden Tag in einem Job abquäle, bei dem mir alles vorgeschrieben wird, verliere ich ein Stück meiner selbst.

Wenn mein Bedürfnis nach Sicherheit aber fast ebenso groß ist, und ich deshalb das Risiko einer Selbständigkeit scheue, passiert dasselbe. Ein echtes Dilemma.

Wenn ich Familie als meinen wichtigsten Wert betrachte, aber aus meinem Bedürfnis nach Geltung und Sicherheit beruflich fast nie zuhause bin, fühle ich mich zerrissen.

Und so warten wir auf den Erlöser, oder zumindest auf die Erleuchtung, wie wir unsere Ganzheit wieder finden können. Mach mich bitte ganz.

Aber es kommt niemand, der Dich und mich erlöst. Die Erleuchtung kann kommen, wenn Du verstehst, dass es hier um einen internen Vorgang geht. Um Klarheit und positive Veränderung. Um Selbstverwirklichung, im Sinne von Veränderung in Richtung des eigenen Wunschbildes von sich selbst.

Es geht aber auch zuallererst um die Akzeptanz der Tatsache, dass Du vollkommen und ganz bist, das aber auch Unvollkommenheit beinhaltet.

Okay - das klingt nach einem fetten Widerspruch, ich weiß.

Deshalb versuch ich es noch mal anders herum. Wenn alles was ist, ohne sein Gegenteil nicht existieren kann, bzw. erst durch sein Gegenteil wahrnehmbar wird, dann ist Vollkommenheit und Ganzheit automatisch in sich unvollkommen. In einer Welt in der alles weiß ist, wäre weiß nicht wahrnehmbar. Der Fisch würde nicht wissen was Du meinst, wenn Du von Wasser redest, sagt Eckhart Tolle.

Es ist deshalb nicht in Ordnung, dass Du Widersprüche in Dir trägst und fehlbar bist - es ist existenziell wichtig. Jedenfalls hier in dieser dualen Welt. Vielleicht gibt es noch eine andere - aber vorerst leben wir hier.

Das Gefühl von Ganzheit kommt also aus der Akzeptanz der Geteiltheit. Das Ganze besteht aus all seinen Teilen und Du bestehst aus all Deinen Eigenschaften. Diese einfache und doch tiefe Einsicht, zusammen mit dem Frieden, den Du damit schließen musst, bringt Dich einen großen Schritt weiter Richtung Erfüllung.

Du beeinflusst Dein Umfeld und umgekehrt


Auf dieser Basis kannst Du in Dich hineinspüren und damit beginnen, Dein Leben so zu gestalten, wie es Dir und Deiner Natur entspricht. Manche Menschen glauben, Dein Weg sei ohnehin vorbestimmt - ich persönlich glaube, dass lediglich die Rahmenbedingungen vorbestimmt sind. Du selbst kreierst Deinen Weg und beeinflusst damit den Weg der Anderen mit.

Entwickelst Du dich zum Positiven wirkt sich das auf Dein Umfeld aus. Entwickelst Du dich von Dir selbst weg, wirkt sich das ebenfalls aus. Der Ausgangspunkt bist aber immer Du.

Ja, aber äußere Einflüsse gibt es doch auch, oder?

Richtig - und niemand von uns ist frei von deren Auswirkungen. Es ist ungleich schwerer treu zu sein, wenn man laufend Möglichkeiten zur Untreue hat. Es ist ungleich schwerer friedlich zu leben, wenn man laufend angegriffen wird. Es ist ungleich schwerer, sich glücklich und zufrieden zu fühlen, wenn man krank ist, oder durch einen persönlichen Verlust mit Gott und der Welt hadert.

Aber es gibt unterschiedliche Arten mit all diesen Situationen und Ereignissen umzugehen. Es gibt Menschen, die verarbeiten die größten Schicksalsschläge zu einem persönlichen Wachstum und andere, die zerbrechen daran. Sie erklären Gott und der Welt den Krieg und enden in Verbitterung.

Ich will hier weder das erste Beispiel glorifizieren, noch das zweite verdammen. Die meisten Menschen bewundern, diejenigen, die das Beste aus einer schlimmen Situation herausholen, aber sie selbst schließen sich bei ähnlicher Ausgangslage oft der zweiten Gruppe an.

Mir geht es nicht darum von richtig und falsch zu reden, sondern darum zu erkennen, dass es sich um bewusste, oder unbewusste Entscheidungen handelt. Wir haben wenig bis keinen Einfluss darauf, ob wir krank werden, einen Unfall haben, einen geliebten Menschen verlieren, oder ob uns jemand mag oder hasst. Aber wie wir damit umgehen, diese Entscheidung liegt alleine bei uns.

Das ist viel leichter geschrieben, als umgesetzt - das gebe ich gerne zu. Selbstverständlich habe auch ich mich da nicht immer unter Kontrolle und die Gefühle gehen mit mir Gassi. Dann packt mich der Zorn, die Trauer, oder auch der Übermut, weil irgendetwas im Außen diese Gefühle in mir ausgelöst hat.

Du kannst und sollst das nicht zu hundert Prozent wegdrücken. Diese Gefühle gehören zum Leben dazu - genau wie die Tatsache, dass wir Menschen uns sehr oft irrational verhalten. Ich halte es nur für wichtig, so oft wie möglich und so schnell wie möglich auch wieder das Bewusstsein dafür zu erlangen, dass Du das jederzeit verändern kannst.

Du kannst Dir die Zeit nehmen und trauern, wenn Du einen Verlust erleidest. Du kannst am Unverstand der Menschen verzweifeln und Dich über den Nachbarn ärgern, der keinerlei Rücksicht auf Deine Bedürfnisse nimmt. Das alles ist menschlich. Einzig die Verantwortung dafür solltest Du dann auch übernehmen. Für Deinen Umgang mit den Ereignissen wohlgemerkt - nicht unbedingt für alle Ereignisse an sich.

Dein Gefühl von Ganzheit wird sich verbessern, wenn Du alles als Teil dieser Ganzheit betrachtest - auf dieser Basis kannst Du damit anfangen, dieses Ganze in Deinem Sinne zu gestalten, indem Du seine Teile auf dieses Zielbild ausrichtest. Das ist es, was wir gemeinhin unter Selbstverwirklichung verstehen.

Ich wünsche Dir maximalen Erfolg dabei.

Alles Gute und
bis bald
Dein
Gerd Ziegler

About the Author Gerd Ziegler

Gerd Ziegler hat Betriebswirtschaft studiert und seinen Master in Business-Administration (MBA) an der Business-School der University of East-London abgelegt. Er ist seit 1999 selbständig und unterstützt Unternehmer und solche die es werden wollen dabei, ihr Leben und ihr Business mit Freude und größtmöglicher Freiheit zu gestalten. Hier gibt es Infos zu den bisher erschienenen Büchern: Bücher von Gerd Ziegler

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